Wissenschaftliche Begleitung (Studie)

Die Aufklärungskampagne wird von einer wissenschaftlichen Evaluation flankiert, die feststellen soll, inwieweit diese Kampagne wirksam war, und die Informationen darüber geben soll, welches Wissen Betreuungspersonen von Kindern im gefährdeten Altern von 0 bis 3 Jahren über das SBS (Shaken Baby Syndrom, Schütteltraumasyndrom) haben. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes wird gemeinsam mit Prof. Ulla Walter und Silke Kramer vom Stiftungslehrstuhl für Prävention und Rehabilitation in der System- und Versorgungsforschung am Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung an der MHH durchgeführt.

Hierfür wurde ein Fragebogen entwickelt, der mehrere Pretests durchlaufen hat. Dieser Fragebogen wurde in durch Zufallsstichprobe ausgewählten hannoverschen Kinder- und Frauenarztpraxen eingesetzt. Insgesamt 1.265 Männer und Frauen (zumeist Eltern) haben die Fragebogen zwischen September und Dezember 2007 ausgefüllt. Die Befragung fand in der Interventionsregion (Stadt Hannover) und einer Kontrollregion (Stadt Köln) – in der keine Aufklärungskampagne durchgeführt wird – statt. Die Daten werden jetzt ausgewertet.

Im Sommer – nach Ende der Aufklärungsphase – werden die Eltern und Betreuungspersonen mittels des mit dem Stiftungslehrstuhl erarbeiteten Fragebogens erneut befragt. Die Daten aus der Befragung vor und nach der Kampagne werden dann u. a. hinsichtlich der Wirksamkeit der Kampagne (Erhöhung des Wissenstandes) ausgewertet.

Der standardisierte Fragebogen beinhaltet Fragen zu folgenden Themen:

  • Vorhandenes Wissen zum Schütteltrauma
  • Kenntnisse über Verhaltensmaßnahmen bei schreienden Babys
  • Erfahrungen mit Schreibabys
  • Kenntnis und Wahrnehmung spezifischer Hilfsangebote
  • Kenntnis und Wahrnehmung von Informationsmedien zum Schütteltrauma
  • Fand ein Informationsgespräch mit dem Arzt zum Schütteltrauma statt?
  • Wahrnehmung des Posters oder Flyers als hilfreiches Informationsmedium
  • Allgemeines Informationsverhalten
  • Bevorzugte Informationsquellen zu Erziehung und Gesundheit
  • Anzahl Besuche bei diesem Arzt in den letzten 6-9 Monaten
  • Alter, Geschlecht
  • Aktuelle Beziehung zu Säuglingen/Kleinkindern (Eltern, Großeltern, Babysitter etc.)
  • Familienstand (u.a. auch Angaben zu Kindern)
  • Sozioökonomischer Status
  • Ethnizität
  • Teilnahme an Angeboten


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