Das Projekt

Das Shaken Baby Syndrom-Projekt wurde durch eine interdisziplinäre Gruppe 2004 an der MHH gegründet. Angesichts der erschreckenden der Zahl an dem Schütteltraumasyndrom leidenden Kinder wird unter anderem von einer relativen Unkenntnis von Eltern und Betreuungsperson ausgegangen, dass bereits leichtes Schütteln fatale Folgen haben kann. Es handelt sich daher um eine wissenschaftlich begleitete Aufklärungskampagne in drei Phasen:

I.   Evaluation des Wissenstandes vor der Aufklärungskampagne
II.  Aufklärungskampagne
III. Evaluation des Wissenstandes nach der Aufklärungskampagne



Phase I: Evaluation vor der Aufklärungskampagne

Die Aufklärungskampagne (s. u.) wird von einer wissenschaftlichen Evaluation flankiert, die feststellen soll, inwieweit diese Kampagne wirksam war, und die Informationen darüber geben soll, welches Wissen Betreuungspersonen von Kindern im gefährdeten Altern von 0 bis 3 Jahren sowie Schwangere und ggf. ihre Partner über das SBS haben. Hierfür wurde ein Fragebogen entwickelt, der in hannoverschen Kinder- und Frauenarztpraxen eingesetzt wurde.

Phase II: Aufklärungskampagne

Um über die Folgen des Schütteltraumas aufzuklären, haben wir eine Informationskampagne geplant, die in den kommenden Monaten in Hannover durchgeführt wird. Als Medium für diese Kampagne nutzen wir unter anderem eine Aufklärungsbroschüre sowie ein Poster (finden Sie auch als Download), die wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, der Techniker Krankenkasse, erstellt haben. Diese Flyer, die Informationen über die Gefahren des Schüttelns geben, werden in allen hannoverschen Kinder-/Frauenarztpraxen und Kinder-/Entbindungskliniken ausliegen. Darüber hinaus sind sie in vielen weiteren relevanten Einrichtungen zu erhalten, die Kontakt mit (werdenden) Eltern haben, wie z. B. Krippen, Hebammenpraxen und Beratungsstellen. Über Vortragsveranstaltungen, Kongressbeiträge und Multiplikatorenschulungen sollen die Gefahren des Schüttelns zusätzlich bewusst gemacht werden. Diese Internetpräsentation soll die Aufklärung unterstützen.

Phase III: Evaluation nach der Aufklärungskampagne

Im Sommer – nach Ende der Aufklärungsphase – werden die Eltern und Betreuungspersonen mittels des mit dem Stiftungslehrstuhl erarbeiteten Fragebogens erneut befragt. (siehe Phase I). Die Daten aus der Befragung vor und nach der Kampagne werden dann u. a. hinsichtlich der Wirksamkeit der Kampagne (Erhöhung des Wissenstandes) ausgewertet.



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